Tischler und Glaserinnung Odenwaldkreis

Interview mit Ina Trautmann und Moritz Schumacher

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Interview mit Ina Trautmann und Moritz Schumacher

Stellvertretender Obermeister und Obermeisterin Tischler Innung Odenwaldkreis
Die Tischler- und Glaser-Innung vereint 28 Mitgliedsbetriebe aus dem Odenwald. Viele davon sind seit mehreren Generationen in der Region zu Hause und prägen das Handwerk hier seit Jahrzehnten. Die Betriebe leben und arbeiten im Odenwald und tragen ihr Können mit ihrer Arbeit weit über die Grenzen der Region hinaus. Gleichzeitig sorgt die enge Zusammenarbeit mit der Berufsschule BSO in Michelstadt dafür, dass der Nachwuchs direkt vor Ort ausgebildet wird. Ina und Moritz erzählen im Interview, was sie mit dem Odenwald verbindet, warum die Innung ein Stück weit Botschafterin der Region ist und was sie sich für die Zukunft des Handwerks wünschen.
Moritz Schumacher und Ina Trautmann Tischler- und Glaserinnung
Stellvertretender Obermeister und Obermeisterin Tischler Innung Odenwaldkreis
Ina Trautmann und Moritz Schumacher als Stellvertreter der Tischler- und Glaser-Innung

Welchen Bezug hast Du zum Odenwald?

Ina: Der Odenwald ist meine Heimat. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, mein Lebensmittelpunkt war schon immer hier. Also Heimat durch und durch.

Moritz: Bei mir ist es ähnlich. Ich bin vor einigen Jahren hergezogen und habe mich direkt wohlgefühlt. Inzwischen sind meine Familie, meine Freunde und die Firma hier. Der Odenwald ist für mich längst mein Lebensmittelpunkt.

Was gefällt Dir an dem Projekt Wasjetzt Odenwald?

Ina: Ich finde es richtig klasse, wie viele lokale Unternehmen dort mitmachen. Dadurch wird sichtbar, was der Odenwald alles kann und wie präsent er ist. Ich bin selbst immer wieder überrascht, was es hier alles gibt. Richtig gut finde ich auch die Veranstaltungstipps. Man sieht auf einen Blick, was los ist und wo man am Wochenende hingehen kann.

Moritz: Für mich ist es die Sichtbarkeit des Odenwalds: die Ausflugsziele und die ganzen Unternehmen. Da sieht man erst mal, wie viele verschiedene Betriebe es hier gibt, und das alles an einem Ort. Und man muss sich nicht lange überlegen, was man am Wochenende macht.

Was verbindet Dein Unternehmen mit der Region?

Ina: Vor allem die Schreinerbetriebe selbst, weil sie alle hier in der Region sind. Das sind alles Odenwälder, inklusive der Mitarbeiter und allem, was dazugehört.

Moritz: Ich habe extra nochmal nachgeschaut: Wir haben 28 Mitgliedsbetriebe in der Innung, und viele davon haben schon seit mehreren Generationen ihren Standort hier. Das macht uns ein Stück weit zu Botschaftern für die Region. Wir leben und arbeiten gern hier, bringen unser Wissen durch unsere Arbeit aber auch weit über die Region hinaus. Und was ich richtig stark finde: Durch diese Verwurzelung können wir mit der Berufsschule BSO in Michelstadt die Ausbildung im Odenwald halten und unseren Nachwuchs hier ausbilden.

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Was macht das Leben hier im Odenwald für Dich so besonders?

Ina: Die Natur, die ist wirklich beeindruckend. Einfach aus der Haustür gehen und loslaufen oder mit dem Fahrrad losfahren. Und unterwegs trifft man überall nette Menschen. Auf dem Radweg wird man noch gegrüßt und trifft immer mal wieder jemanden, den man kennt. Das ist einfach sehr angenehm.

Moritz: Bei mir sind es ganz klar die Menschen. Es gibt hier wahnsinnig viele gut funktionierende Netzwerke, ob privat, im Verein oder beruflich. Man ist sichtbar und greifbar, verstecken kann man sich schlecht. Aber genau das macht es so besonders. Wenn man mal nicht weiterkommt, weiß man genau, an wen man sich wenden kann und wo man Unterstützung bekommt. Man ist hier einfach miteinander verbunden, und mit der Natur und allem, was dazugehört.

Welcher ist Dein Lieblingsplatz im Odenwald?

Ina: Ganz eindeutig der [Name Aussichtsturm, prüfen]. Von dort oben hat man einen sehr guten Überblick und sieht einen großen Teil des Odenwalds.

Moritz: Bei mir ist es sehr heimatbezogen: das Kirchlein in Ober-Kainsbach mit der alten Linde [prüfen]. Seit gut einem Jahr gibt es ganz in der Nähe auch das Selfie-[Herz, prüfen], davon haben bestimmt schon einige gehört. Von dort oben hat man einen wunderschönen Blick über das komplette Gersprenztal bis nach Fürth. Das ist ein Ort, an dem ich schon als Kind gerne war. Dort komme ich runter und finde Ruhe.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft des Odenwaldes?

Ina: Keine Funklöcher mehr!

Moritz: Da ist was dran. Ich würde mir aber vor allem wünschen, und da bin ich jetzt sehr beim Handwerk, dass Kinder und Jugendliche gerade hier im Odenwald viel früher Kontakt zum Handwerk bekommen. Nicht speziell zum Schreinerhandwerk, sondern allgemein. Das Handwerk sollte in den Schulen wieder viel präsenter sein, damit die Kinder sich früh ausprobieren können.

Blitzfragen

Bier oder Apfelwein?

Ina: Apfelwein | Moritz: Bier

Kochkässchnitzel oder Handkäsbrot?

Kochkässchnitzel

Wandern oder Fahrradfahren?

Ina: Wandern | Moritz: beides

Hochdeutsch oder Dialekt?

Ina: Dialekt | Moritz: beides
Moritz Schumacher und Ina Trautmann Tischler- und Glaserinnung
Wir bedanken uns bei Ina Trautmann und Moritz Schumacher für das tolle Interview und die Unterstützung!